Krakau (Kraków)

 

Krakau gehört zweifellos zu den beliebtesten Zielen ausländischer Touristen in unserem Nachbarland und wird als „polnisches Florenz“ oder „Paris an der Weichsel“ bezeichnet. Kein Wunder, es reicht nur einen kleinen Spaziergang durch die geschichtliche Stadt zu machen, um deren einzigartige Atmosphäre am eigenen Leibe zu spüren. Kultur kommt hier zum Ausdruck in der Kulinarik, in historischen Bauwerken auf in modernem Design. Diese Mischung lockt nicht nur Touristen aus aller Welt, sondern auch immer mehr polnische Jugendliche nach Krakau. Wir versuchen Ihnen bewusst zu machen, welche zehn Sehenswürdigkeiten in Krakau Sie bei einem Besuch der Schwesterstadt Warschaus gesehen haben müssen und warum der Charme Krakaus auch Sie begeistern wird.

Platz 1: Der Marktplatz

Wahrzeichen Krakaus ist zweifellos der Hauptmarkt oder auch Marktplatz genannt, das das Zentrum der Altstadt bildet. Er ist ein wahres Herzstück von Krakau, das mit einer Vielzahl an einmaligen Cafés und Restaurants zum Besuchen verlockt. Mit seiner Fläche von fast 40.000 m² ist er einer der größten mittelalterlichen Plätze Europas und wird von ebenso bewundernswerten Kirchen und Palästen eingerahmt. Ausgerechnet dort befinden sich auch zahlreiche weitere sehenswerte Attraktionen, wie die Tuchhallen oder die romanische St. Adalbert-Kirche. Übrigens führt hier auch der Königsweg, seit Jahrhunderten der bekannteste und sehr belebte Krakauer Weg, um den herum sich die beliebtesten Touristenattraktionen in Krakau versammeln.

Platz 2: Die Altstadt

Rund um den Hauptmarkt erstreckt sich die historisch wertvolle Altstadt von Krakau, die von der Unesco 1978 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Hier häufen Gebäude aus vielen Epochen unter anderem aus Gotik, Renaissance und Barock, gleich daneben befinden sich moderne Läden und kleine Cafés. Entlang des Königsweges geht es vorbei an Wehrtürmen, dem Marktplatz und den berühmten Tuchhallen. Zur Verfügung der Besucher stehen hier gemütliche Restaurants, Cafés sowie Straβenmusikanten. Nicht umsonst werden die Altstadt und der Marktplatz schönste Orte in ganz Polen genannt. Es bleibt nichts anders übrig, als einfach das Flair der Stadt zu genießen.

Übrigens: Krakau ist auch ein Land der Märchen, Sagen – und des Drachen. Gerüchten zufolge soll lange her in einer Hölle am Ufer der Weichsel ein Drache gelebt haben. Heute ist jedoch diese Bestie einzig und allein käuflich zu erwerben. An diesen Drachen erinnert bis heute eine Drachenstatue unter dem Wawelhügel. Eine andere hiesigeLegende besagt, dass in dem Fluss noch heute Piranhas schwimmen sollen.

Platz 3: Marienkirche

Auf dem Marienplatz gleich neben dem Marktplatz gelegen, befindet sich die Marienkirche. Das ist eine Basilika, die im gotischen Stil erbaut wurde. Von hier ertönt jede Stunde ein Trompetensignal. Wer sich über das abrupte Ende der Musikeinlage wundert: Der Legende nach wurde ein Trompeter, der die Krakauer mit einer Melodie vor einem Tatarenangriff warnen wollte von einem Pfeil getroffen und getötet sein soll.

Heute ist die Kirche eines der bedeutendsten Wahrzeichen Krakaus und beeindruckt durch ihre Architektur genauso wie durch den Innenbau mit einem Hochaltar aus der Werkstatt von Veit Stoß. Bis zur Fertigstellung dieses Altars benötigte Stoß ganze 12 Jahre. Der größte Altar Europas entstand nämlich zwischen 1477 und 1489.

Platz 5: Krakauer Tuchhallen

In der Mitte des Hauptmarktes in Krakau befinden sich die Krakauer Tuchhallen – (poln. Sukiennice). Sie sind eines der bedeutendsten Beispiele der Renaissance-Architektur in Mitteleuropa. Ihren Namen erhielten sie nach dem Handel mit Tuchen. Errichtet wurde das Gebäude bereits im Mittelalter auf Veranlassung des damaligen Königs Kasimir der Große. Und tatsächlich wurde hier mit flämischen und englischen Tüchern gehandelt. Während der letzten Jahrhunderte wurden die Hallen einige Male zerstört, wiederaufgebaut, erneuert und modernisiert. Heute können hier sowohl Touristen als auch die ortsansässigen Bewohner Kunsthandwerk, Souvenirs und alles, was nur das Herz begehrt, kaufen, in kleinen Restaurants essen und dem Treiben in den geschichtsträchtigen Hallen zusehen.

Platz 4: Kathedrale auf dem Wawel

Unser Platz 4 der zehn besten Touristenattraktionen und Anziehungspunkte in Krakau, die man während einer Krakauer Städtereise gesehen haben sollte, ist die Kathedrale auf dem Wawel. Gelegen auf dem Wawelhügel, der sich in der Innenstadt rund 20 Meter über der Weichsel erhebt, ist das Schlossensemble eine unübersehbare Attraktion im Herzen der polnischen Großstadt. Die Wawel-Kathedrale hat eine tausendjährige Geschichte. Sie gilt zugleich als polnisches Nationalheiligtum, weil sie als Ort der Krönung für die polnischen Monarchen, als Ort der Eheschließungen und als Grabstätte für die meisten Könige von Polen und deren Familien, sowie für die Bischöfe und Erzbischöfe von Krakau diente. Neben diesem Nationalheiligtum befindet sich das Schloss und an der Uferseite des Hügels der Eingang zur Höhle, in der der legendäre feuerspeiende Wawel-Drache einst gelebt haben soll.

Platz 6: Die Jagiellonen- Universität

Unser Platz 6 der zehn sehenswertesten Touristenattraktionen in Krakau ist die Jagiellonen- Universität. Sie wurde 1364 unter Kasimir III. gegründet, weswegen Krakau heute nach Prag die zweitälteste Universitätsstadt Mitteleuropas ist. Alle Interessierten dürfen alle 30 Minuten den Campus und den Innenhof der Uni mit der Führung besichtigen. Hier befinden sich unter anderem astronomische Instrumente von Kopernikus neben dem ältesten Globus, auf dem Amerika abgebildet ist. Es lohnt sich bestimmt noch das Pharmaziemuseum sowie den Botanischen Garten zu besuchen, weil man in dem letzten zahlreiche Heilpflanzen und außergewöhnliche Blumen bewundern kann.

Sind Sie sich dessen bewusst, dass mehr als ein Viertel der Krakauer studiert? Deswegen gehört Krakau zu den jüngsten polnischen Städten und das bei einer mehr als 20.000-jährigen Geschichte. Sensationell, nicht wahr?

Platz 7: Oskar Schindlers Fabrik

Wer nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt“. Diese Worte treffen genau auf den deutschen Unternehmer Oskar Schindler zu, der durch den Film „Schindlers Liste“ weltberühmt geworden ist. Städtereisende haben in Krakau einmalige Möglichkeit tief in die anrührende Geschichte der Stadt einzutauchen. So auch in Oskar Schindlers Fabrik, die sich in einem Industriegebiet des Krakauer Stadtteils befindet. Diese Fabrik beherbergt heute ein Museum, das 2010 eröffnet wurde und seit dieser Zeit zahlreiche Besucher anlockt. Schwerpunkt der Ausstellung ist das Leben der Juden im Krakauer Ghetto und das der Beschäftigten der Schindler Fabrik, die er vor einer Deportation und Ermordung durch die Nationalsozialisten rettete. Empfehlenswert wäre, hierher früh zu kommen, weil sich schon mittags lange Schlangen vor dem Museum bilden.

Platz 8: Das Jüdische Viertel Kazimierz

Kazimierz ist ein malerischer Stadtteil von Krakau. Er liegt südöstlich der Altstadt und wie diese am linken Ufer der Weichsel. Kazimierz war bis 1800 eine eigenständige Stadt und erst später wurde als Stadtteil nach Krakau inkorporiert. Mitten in Kazimierz befindet sich der Neue Platz (Plac Nowy). Geprägt wird er von der Halle Okrąglak, einem 1900 fertiggestellten Rundbau. Vor allem junge Leute und Studenten, davon gibt es in Krakau immerhin knapp 200.000, besuchen so gerne das jüdische Viertel. Kleine Synagogen reihen sich hier an Restaurants, Cafés und verwinkelte Gassen. Nicht ohne Grund gilt das Viertel als beliebte historische Sehenswürdigkeit und gleichzeitig als beliebter Treffpunkt. An dem besonderen Ort pulsiert das Leben Tag und Nacht und zahlreiche Touristen können das besondere Flair dieses Ortes bei einer Tasse Kaffee oder bei der polnisch-jüdischen Küche genieβen.

Unser Geheimtipp zur Kulinarik: Zapiekanka – Wer sich in Krakau befindet und die polnische Küche probiert, kommt an den knusprig-ofenfrischen Baguettes nicht vorbei. An kleinen Ständen oder in Restaurants werden die mit Pilzcreme, Käse und Ketchup bestrichenen Brote verkauft. Einer der bekanntesten Zapienka-Läden ist Endzior, die polnische Spezialität gibt es aber auch an vielen anderen Orten in der Stadt an der Weichsel. Den Gerüchten zufolge gibt es das beste und sahnigste Eis der Stadt in der Starowislnastraβe. Bringen Sie diese Meinungen auf den Prüfstein !

Platz 9: Parkgürtel Planty

Der 4 km lange Gürtel umgibt heute den gesamten historischen Stadtkern von Kraków und nimmt eine Fläche von 20 ha ein. Der Spaziergang durch diese grüne malerische Parkanlage dauert fast eine Stunde und bildet mit den vielen Bäumen, Blumenbeeten, zahlreichen Brunnen und Denkmälern eine schöne Abwechslung zu den lebendigen Straßen der Altstadt. Wer von der Stadtbesichtigung mal eine Pause machen möchte, kann sich eben da im Schatten am besten erholen und entspannen. Ein verdienter Platz 9 also für den Planty Park in unserer Liste der sehenswertesten Touristenattraktionen Krakaus.